Krisenstab des Kreises Olpe übt in Münster für den Ernstfall
Eine spannende und intensive Fortbildung führte jetzt 23 Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung Olpe nach Münster ans Institut der Feuerwehr NRW. Dort übten der Krisenstab des Kreises und seine Koordinierungsgruppe die Bewältigung einer katastrophalen Unwetterlage. Das Szenario waren Überschwemmungen und Sturmschäden im ganzen Kreisgebiet; zusätzlich sollte es zu einem Stromausfall in Olpe, Lennestadt und Finnentrop gekommen sein. Bei solch großen Einsatzlagen und Katastrophen geht die Zuständigkeit von den einzelnen Kommunen auf den Kreis über.
Der Unterschied zwischen Krisenstab und Einsatzleitung
Es gibt dann eine klare Aufgabenteilung: Auf der einen Seite steht die Kreiseinsatzleitung, bestehend aus Vertretern von Feuerwehr, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen. Sie koordiniert deren Einsätze, also die Helfenden vor Ort.
Ebenso wichtig ist aber eine funktionierende Verwaltung, die im Hintergrund arbeitet und entscheidet. Das ist die Aufgabe des Krisenstabs. Er besteht aus erfahrenen Mitarbeitenden des Kreises, die fachlich mit der Krise zu tun haben – zum Beispiel aus den Ämtern für Umwelt, Gesundheit, Bevölkerungsschutz und Soziales. Sie behalten den Überblick, wie sich die Krise auf diese Bereiche auswirkt: Sind Wasser, Boden oder Luft gefährdet? Sind die Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken noch arbeitsfähig? Müssen Orte evakuiert werden? Ist es möglich, Kinder über Nacht in der Schule zu betreuen, falls eine Abholung durch die Eltern aufgrund der Lage nicht möglich oder sicher ist?
Solche und sehr viele weitere Fragen klärt der Krisenstab. Sein Leiter ist Kreisdirektor Philipp Scharfenbaum. Außerdem gehören die Pressestelle des Kreises und Verbindungspersonen zur Einsatzleitung, Polizei und Bundeswehr dazu.
Koordinierungsgruppe unterstützt Stabsarbeit
Damit der Krisenstab arbeitsfähig ist, hat er eine Koordinierungsgruppe zur Unterstützung. Diese kümmert sich um den Stabsraum und alles nötige Arbeitsmaterial, sorgt für den Informationsaustausch, dokumentiert für alle übersichtlich die zu lösenden Probleme und Entscheidungen, sorgt für Verpflegung und vieles mehr. Die Koordinierungsgruppe besteht aus Kolleginnen und Kollegen der Kreisverwaltung, die diese Aufgabe freiwillig übernehmen.
„Krisen können jederzeit auftreten und sehr unterschiedlich aussehen, vom Unwetter bis zur Pandemie. Dann braucht es eine schlagkräftige Verwaltung, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, sagt Kreisdirektor Philipp Scharfenbaum. „Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Olpe können sich auf Fachkenntnis, Besonnenheit und den vollen Einsatz des Teams ihrer Kreisverwaltung verlassen. Das hat die erfolgreiche Übung in Münster erneut bewiesen.“