Erfolgreiche Bilanz der „Thementage Demenz“ im Kreis Olpe
Unter dem Motto „Demenz – Verstehen und Begleiten“ fanden in diesem Jahr erstmals die Thementage Demenz im Kreis Olpe statt. Anlass war der Welt-Alzheimertag, der seit 1994 weltweit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam macht.
Die Zahl der Betroffenen zeigt, wie bedeutsam Aufklärung und Sensibilisierung sind: Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft lebten 2024 rund 1,9 Millionen Menschen in Deutschland mit einer Demenzerkrankung. Sollte kein Durchbruch in Prävention oder Therapie gelingen, könnten es bis 2050 bis zu 2,8 Millionen Menschen über 65 Jahre sein.
Organisiert wurde die Veranstaltungsreihe von Carmen Brinker von der kefb Südwestfalen (Katholische Erwachsenen- und Familienbildung) in Kooperation mit Rebecca Dienst vom Fachdienst Gesundheit des Kreises Olpe. Gemeinsam stellten sie ein vielfältiges Bildungsprogramm zusammen, das Information, Begegnung und Austausch in den Mittelpunkt stellte.
„Uns war es wichtig, auf der einen Seite für das Thema zu sensibilisieren, aber auch Wissen zu vermitteln und einen Raum für Begegnung zu schaffen“, betont Rebecca Dienst.
Angebote für Menschen mit Demenz, Angehörige und Pflegende
Ein besonderes Angebot war die Kirchenführung für demenziell Erkrankte, Angehörige und Begleitpersonen in der St.-Agatha-Kirche in Altenhundem. Die zertifizierte Kirchenführerin Lioba Engemann schuf dabei eine ruhige Atmosphäre, in der die Teilnehmenden den Kirchenraum neu entdecken konnten – mit Zeit für Eindrücke, Gespräche und gemeinsames Erleben.
Praxisnah ging es auch in der Schulung „Integrative Validation nach Nicole Richard“ zu, bei der Andrea Josefa Brinker die wertschätzende und einfühlsame Kommunikationsstrategien im Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelte.
Den Abschluss der Thementage bildete die Infoveranstaltung „Demenz – Wenn das Gedächtnis nachlässt“. Die Demenzcoaches Gaby Poggel und Janine Ninse (GFO-Kliniken Südwestfalen) gaben einen kompakten Überblick über Formen und Symptome der Erkrankung und stellten Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige vor. Die Teilnehmenden nutzten im Anschluss die Gelegenheit zu Fragen, Austausch und Diskussion.
Thementage sollen fortgesetzt werden
Das positive Feedback und die hohe Resonanz auf die Veranstaltungen bestärken die Organisatorinnen darin, das Format fortzusetzen. „Es hat sich gezeigt, dass das Thema Demenz zwar in aller Munde ist, es aber weiterhin großen Aufklärungs-, Lern- und Austauschbedarf gibt. Daher möchten wir auch im kommenden Jahr wieder Veranstaltungen rund um den Welt-Alzheimertag anbieten“, sagt Carmen Brinker.