„Gemeinsam gegen HPV – Deine Entscheidung gegen Krebs“
Informations- und Präventionsinitiative startet am heutigen Welt-HPV-Tag in Olpe
Presseinfo Nr. 024/2026
Auf Initiative des Ärzteverbunds Südwestfalen und in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Kreises Olpe sowie weiteren regionalen Partnern startete heute (4. März 2026) eine einjährige Informations- und Präventionsinitiative in Südwestfalen und angrenzenden Regionen. Im Zentrum dieser Initiative unter dem Titel „Gemeinsam gegen HPV – Deine Entscheidung gegen Krebs“ steht die Impfung von Mädchen und Jungen gegen HPV.
HP-Viren sind sehr verbreitet
HPV steht für Humane Papillomviren. Die HP-Viren sind sehr verbreitet, die meisten Frauen und Männer stecken sich im Laufe ihres Lebens einmal an. Einige HPV-Typen verursachen gutartige Feigwarzen im Genitalbereich, andere spielen eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sowie weiteren Krebsarten bei Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männern.
Ziel der Initiative
Mit dem gemeinsamen Auftakt der Initiative am heutigen Welt-HPV-Tag möchten die Beteiligten den Kampf gegen HPV noch stärker in den Blick der Öffentlichkeit rücken und zur Impfung appellieren. Denn Ziel der Initiative ist es, die Impfquote insbesondere bei Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren deutlich zu erhöhen sowie die Prävention frühzeitig und nachhaltig zu verankern.
Umfassende Informationen
Begleitend zur Impfempfehlung wird umfassend über HPV informiert. Vorgesehen sind abgestimmte Informationsmaterialien für Arztpraxen, Fortbildungsangebote für medizinisches Personal sowie Informationsangebote für Schulen, Eltern und Jugendliche.
Beratungsprojekt des Gesundheitsamts an Schulen
Bereits im vergangenen Jahr hat der Fachdienst Gesundheit des Kreises Olpe (Gesundheitsamt) ein Beratungsprojekt zur HPV-Impfung gestartet. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen weiterführender Schulen. Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Kreises Olpe informieren dabei über die Risiken einer HPV-Infektion und die Vorteile der Schutzimpfung. Eltern erhalten Hinweisschreiben sowie Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Das Interesse der Schulen sowie der Schülerinnen und Schüler an dem Beratungsprojekt des Kreises ist groß.
Möglichst viele Kinder und Jugendliche sollen wirksamen Schutz durch HPV-Impfung erhalten
„Als Gesundheitsamt möchten wir mit unserem Beratungsangebot an den Schulen dazu beitragen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche den wirksamen Schutz durch die HPV-Impfung erhalten, um verschiedene Krebsarten zu verhindern“, so Michael Färber, Leiter des Fachbereichs Jugend, Gesundheit und Soziales.
Impfung auch für ältere Jugendliche und Erwachsene sinnvoll
Da allerdings nicht alle Jugendlichen mit dem Beratungsprojekt in den beteiligten Schulen erreicht werden können, möchte der Ärzteverbund Südwestfalen mit der nun gestarteten Initiative die Bereitschaft für eine Impfung zusätzlich fördern. Zumal er eine Impfung auch nach dem ersten Sexualkontakt für sinnvoll hält. Selbst bei einer bereits erfolgten HPV-Infektion kann ein Schutz vor anderen HPV-Typen aufgebaut werden. Auch ältere Jugendliche und Erwachsene können – abhängig von ihrer individuellen Situation – also noch von einer Impfung profitieren.
"HPV-Impfung ist Krebsprävention"
Stefan Spieren, Vorstandsvorsitzender des Ärzteverbunds Südwestfalen: „HPV-Impfung ist Krebsprävention – sicher, wirksam und längst erprobt. Wenn Eltern ihre Kinder frühzeitig schützen lassen, können wir gemeinsam verhindern, dass aus einer vermeidbaren Infektion später eine schwere Erkrankung wird.“
Impfstoffe für Menschen ab neun Jahren zugelassen
Die Impfstoffe sind für Menschen ab neun Jahren zugelassen und ohne obere Altersbegrenzung verfügbar. Viele Krankenkassen übernehmen die Impfkosten auch über das 18. Lebensjahr hinaus.