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21.01.2026

Weniger Kinder, mehr Unterstützungsbedarf:
Jugendhilfe vor wachsenden Herausforderungen

Presseinfo Nr. 004/2026

 

Obwohl die Zahl der Kinder im Kreis Olpe seit Jahren sinkt, steigt der Bedarf an Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe deutlich an. Vor diesem Hintergrund hat sich der Jugendhilfeausschuss des Kreises Olpe kurz nach Beginn der neuen Wahlperiode in seiner Sitzung am Dienstag (20. Januar 2026) intensiv mit seiner Rolle, seinen Aufgaben und den wachsenden Herausforderungen auseinandergesetzt. Mit fachlichen Beiträgen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) wurden die Ausschussmitglieder in ihrer Rolle gestärkt und erhielten Orientierung, um den fachlichen Austausch zwischen Politik, freien Trägern, beratenden Institutionen und der Verwaltung zu intensivieren.

Aktuelle und künftige Entwicklungen

LWL-Fachberater Thomas Fink gab in der Sitzung im Olper Kreishaus einen Überblick über die Rechte, Pflichten und zentralen Funktionen des Jugendhilfeausschusses, der mit der Verwaltung des Jugendamtes das Jugendamt des Kreises Olpe bildet. Anschließend richtete er den Blick auf aktuelle und künftige Entwicklungen in den verschiedenen Arbeits- und Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.

Komplexere Problemlagen

Dabei wurde deutlich, dass sich die Kinder- und Jugendhilfe zunehmend mit komplexeren Problemlagen konfrontiert sieht. Immer mehr Kinder, Jugendliche und Familien benötigen Unterstützung – nicht trotz, sondern gerade wegen tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen.

Unterstützungsbedarf steigt spürbar an

Michael Färber, Leiter des Fachbereichs „Jugend, Gesundheit, Soziales“ und zugleich des Jugendamtes des Kreises Olpe, griff die überregionalen Impulse auf und ergänzte sie um seine Perspektive auf den Kreis Olpe: „Auch wenn weniger Kinder im Kreis leben und die Kindertagesbetreuung gut ausgebaut ist, steigt der Unterstützungsbedarf in der Jugendhilfe spürbar an. Frühkindliche Bildung ist unverzichtbar, ersetzt aber keine stabile familiäre Erziehung. Genau hier setzt unsere Aufgabe an: Eltern frühzeitig zu stärken und gemeinsam mit freien Trägern wirksame Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln.“

Ausschussmitglieder wollen aktiv gestalten

Die Zukunft der Jugendhilfe wollen die Ausschussmitglieder aktiv gestalten, um die Lebenslagen junger Menschen und deren Familien zu verbessern. Ein Ziel, das auch seitens des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe als Teil der kommunalen Familie unterstützt und getragen wird.

Verlässliche Unterstützung

Ziel der Jugendhilfe bleibt es, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern und Eltern verlässliche Unterstützung anzubieten, damit sie ihrer Erziehungsverantwortung gerecht werden können. Prävention, frühe Hilfen und verlässliche Netzwerke gewinnen dabei weiter an Bedeutung.

„Die nächsten fünf Jahre werden herausfordernd"

„Die nächsten fünf Jahre werden herausfordernd – aber wir haben das gemeinsame Ziel klar im Blick“, fasste Sabine Krippendorf (CDU), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, zusammen. „Gerade angesichts steigender Hilfebedarfe wollen wir die Chancen von Kindern, Jugendlichen und Familien im Kreis Olpe nachhaltig stärken und die Jugendhilfe zukunftsfest aufstellen.“

Jugendhilfeausschuss © Kreis Olpe
Jugendamtsleiter Michael Färber, Vorsitzende Sabine Krippendorf sowie LWL-Fachberater Thomas Fink (von links) informierten den neugebildeten Jugendhilfeausschuss des Kreises Olpe über dessen Rechte, Pflichten und zentrale Funktionen. © Kreis Olpe

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