Wichtige Wasserleitung wird erneuert: kurzfristige Straßensperrung erforderlich
Die Erneuerung der Trinkwasserleitung vom Hochbehälter Imberg zum Hochbehälter Rhonardberg, eine der beiden Haupt-Transportleitungen der Kreiswerke Olpe, geht in den zweiten Bauabschnitt. Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Bauabschnitts im vergangenen Jahr werden nun die Arbeiten fortgesetzt. Unter anderem kreuzt die neue Trinkwasserleitung mit einem Rohrdurchmesser von 40 Zentimeter die Bundesstraße 54 im Bereich Olpe-Hohl und wird parallel bis zum Ortsausgang Olpe-Lütringhausen entlang der Bundesstraße neu verlegt.
Abschnitt der B 54 ab 31. März in beide Richtungen gesperrt
Aufgrund einer kurzfristigen Anpassung des Zeitplans muss bereits ab dem morgigen Dienstag, 31. März, die Bundesstraße 54 von Rhode bis zur Kreuzung Osterseifen voll gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die B 55 bis zum Abzweig Griesemert und die Straße „Im Osterseifen“.
Die Vollsperrung ist aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Materialanlieferung unvermeidbar. Durch die kurzfristige Sperrung und die Ausführung wesentlicher Arbeiten in den Osterferien kann der Zeitraum der Vollsperrung verkürzt werden. Der Kreis Olpe bedauert die Kurzfristigkeit der Ankündigung.
Dauer rund acht Wochen
Insgesamt gehen die Kreiswerke Olpe von einer Dauer der Beeinträchtigung von rund acht Wochen aus. Im weiteren Bauverlauf wird noch einmal eine kurzfristige Vollsperrung der Bundesstraße 54 erforderlich werden. Der Großteil der Bauarbeiten soll hingegen unter nur halbseitiger Sperrung umgesetzt werden. Entsprechende Hinweise werden so frühzeitig wie möglich mitgeteilt.
Die Erneuerung der Haupt-Transportleitung ist nötig, weil die vorhandene Trinkwasserleitung sanierungsbedürftig ist. Sie wurde 1972 in Betrieb genommen und versorgt einen Großteil von Olpe, ganz Wenden und Teile von Kirchhundem. „Zum Verschleiß kommt hinzu, dass die Ortschaften seitdem gewachsen sind und der Wasserverbrauch sich deshalb stark erhöht hat“, erklärt Benedikt Hilchenbach, Leiter der Kreiswerke Olpe.
Die heutige Bebauung ist übrigens auch der Grund, weshalb die neue Trasse nicht am Ort der alten verlaufen kann: Wo diese vor über 50 Jahren „über die grüne Wiese“ verlegt wurde, stehen heute oft Häuser, zum Beispiel im Bereich Lütringhausen und am Olper Hatzenberg. Das macht Reparaturen schwierig. Zuletzt musste ein Rohrbruch der alten Leitung Anfang März in Lütringhausen behoben werden.
Erster Bauabschnitt 2025 fertiggestellt
Mit einem Rohrdurchmesser von 40 Zentimetern, einem Wasserdruck von bis zu 22 bar und einer Pumpenleistung von 300 Kubikmetern pro Stunde wird die neue Trinkwasserleitung auch in den kommenden Jahrzehnten ihrer Aufgabe gewachsen sein, die angeschlossenen Orte mit Trinkwasser zu versorgen. Neben der Verlegung der neuen Leitung werden auch am Hochbehälter Imberg drei neue Förderpumpen, eine neue Trafostation und eine Photovoltaik-Anlage im Zuge der Baumaßnahme errichtet.
Im April 2025 rollten die Bagger für den ersten Bauabschnitt an, die Arbeiten konnten wie geplant Ende 2025 abgeschlossen werden. Im Vergleich zu dem ersten Bauabschnitt, wo die Verlegung der Leitung größtenteils in offener Bauweise durch weichen Boden erfolgte, birgt der zweite Bauabschnitt deutlich größere Herausforderungen. Der Baugrund ist im Bereich der Bundesstraße felsig und somit deutlich schwieriger zu bearbeiten. Mit dem Fachunternehmen Straßen- und Tiefbau GmbH aus Kirchhundem konnte jedoch ein zuverlässiges und leistungsfähiges Unternehmen für die komplexe Baumaßnahme gefunden werden.
Die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes ist für Ende 2026 geplant. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme für den ersten und zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf ca. acht Millionen Euro.