Trockenheit: Kein Wasser aus Gewässern entnehmen!
Angesichts der Trockenperiode ruft die untere Wasserbehörde des Kreises Olpe zum Schutz der Bäche und Flüsse auf. An vielen Gewässern im Kreis ist das Wasser bereits knapp und in zahlreichen Lagen und Einzugsgebieten sind die Böden stark ausgetrocknet. Da keine ergiebigen Niederschläge in Sicht sind und die Temperaturen weiter steigen, ist mit einer weiteren Verschärfung der Situation zu rechnen. Kurzfristige Gewitterschauer tragen nur begrenzt zur Erholung bei, da das Wasser häufig oberflächlich abfließt und die Vegetation das versickerte Wasser unmittelbar aufnimmt.
Ökosysteme brauchen das Wasser selbst
Es ist wichtig, die Gewässer vor weiterem Austrocknen zu schützen. Nur wenn ausreichend Wasser im Bach oder Fluss verbleibt, können ökologische Schäden verhindert und die natürlichen Selbstreinigungskräfte der Gewässer erhalten werden.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Gewässer einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen darstellen. Gerade in Trockenzeiten kämpfen diese Organismen ums Überleben. Jeder Liter Wasser, der einem Bach oder Fluss entnommen wird, kann das ökologische Gleichgewicht weiter beeinträchtigen und einem gesamten Ökosystem die Lebensgrundlage entziehen.
Entnahme nur noch mit Genehmigung
Die untere Wasserbehörde weist deshalb eindringlich darauf hin, dass die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern mittels Pump- und Saugvorrichtungen nur noch mit einer entsprechenden wasserrechtlichen Erlaubnis zulässig ist.
Daher appelliert die untere Wasserbehörde des Kreises Olpe eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, während der anhaltenden Trockenperiode auf Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern zu verzichten. Dieser Appell wird voraussichtlich den gesamten Sommer über erforderlich sein, um die heimischen Gewässer sowie die darin lebenden Tiere und Pflanzen nachhaltig zu schützen.