Krisenvorsorge
Vieles in unserem Alltag ist für uns selbstverständlich: fließendes Wasser, Strom, Heizung, Einkaufen gehen, Geld am Automaten holen...
In Deutschland verfügen wir über eine sehr stabile Infrastruktur mit Sicherheits- und Rückfallmechanismen. Viele Krisenszenarien sind deshalb unwahrscheinlich, aber eben nicht unmöglich.
Der russische Angriff auf die Ukraine hat vielen Menschen die Themen Versorgungssicherheit und Krisenvorsorge ins Bewusstsein gerufen.
Dieses neue Bewusstsein ist gut, weil…
- ein Versorgungsengpass oder gar eine Katastrophe durch vielerlei Faktoren ausgelöst werden kann (z.B. auch Unwetter, Cyberangriffe oder Sabotage),
- viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie darauf richtig reagieren können,
- die Warnsysteme in Deutschland ausgebaut sowie getestet werden.
Notrufe und wichtige Telefonnummern
Die Notrufe von Polizei sowie Feuerwehr und Rettungsdienst garantieren rasche Hilfe in Notsituationen. Sie sind rund um die Uhr erreichbar.
Bitte nutzen Sie die Notrufnummern wirklich nur im Notfall.
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Polizei: 110
Für allgemeine Anliegen und Fragen können Sie die Kreispolizeibehörde Olpe hier kontaktieren.
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Feuerwehr/Rettungsdienst: 112
Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und Unfällen sowie Bränden oder anderen großen Gefahren rufen Sie den Notruf 112.
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Ärztlicher Notdienst: 116 117
Bei gesundheitlichen Problemen außerhalb von Praxiszeiten rufen Sie bitte den ärztlichen Notdienst. Dort kann man Ihnen auch bei der Terminsuche und anderen Services helfen.
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Infos zur Lage/"Was ist eigentlich passiert?"
Wenn Sie im Krisen-/oder Katastrophenfall Infos zur Lage oder Handlungsanweisungen brauchen, rufen Sie bitte nicht den Notruf.
Informieren Sie sich stattdessen über zuverlässige Quellen (z.B. die Website des Kreises Olpe oder Ihrer Stadt/Gemeinde, Warnungen offizieller Stellen, z.B. per Warn-App, sowie vertrauenswürdige Medien).
Warn-Apps und Notruf-App
Mit Warn-Apps erhalten Sie wichtige Warnungen direkt auf Ihre Smartphone. Es gibt verschiedene Anbieter.
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Warn-App NINA:
Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA, erhalten Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand. Mehr Infos und kostenloser Download hier.
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Warn-App KATWARN
Die Warn-App KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt. Mehr Infos und kostenloser Download hier.
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Notruf-App nora
nora ist eine App der Bundesländer. Sie ermöglicht Notrufe, auch ohne zu sprechen. Damit ist sie für bestimmte Notsituationen und auch für Menschen mit Hör- oder Sprecheinschränkungen geeignet. Mehr Infos und kostenloser Download hier.
Was tut der Kreis Olpe? Was tun die Städte und Gemeinden?
Auch wenn z.B. ein flächendeckender Stromausfall sehr unwahrscheinlich ist, bereiten sich der Kreis Olpe und seine sieben Städte und Gemeinden darauf vor. Damit folgen sie einem Erlass des Landes NRW und pflegen engen Austausch untereinander sowie mit der Polizei und Fachleuten der Wasser- und Energieversorger.
Das Ziel ist, im Ernstfall die Lage so gut wie möglich zu bewältigen und die Folgen gering zu halten. Am wichtigsten ist dabei, Leben und Gesundheit von Menschen zu schützen.
Übersicht aller Notfall-Anlaufstellen
Für das Szenario eines flächendeckenden Stromausfalls haben alle Städte und Gemeinden im Kreis Olpe Notfall-Anlaufstellen geplant. Dort können Sie im Ernstfall einen Notruf an Rettungsdienst oder Polizei absetzen und wichtige Infos zur Lage bekommen.
Die aktuellen Notfall-Anlaufstellen im Kreis Olpe finden Sie in dieser Karte:
Die Übersicht Ihrer Stadt oder Gemeinde finden Sie hier auch als PDF. Sie können diese gern herunterladen und ausdrucken, um sie auch offline verfügbar zu haben:
Wozu dienen die Notfall-Anlaufstellen - und wozu nicht?
Die Notfall-Anlaufstellen ersetzen bei einem flächendeckenden Stromausfall den Notruf über die 110 und 112. An den Notfall-Anlaufstellen können Sie dann lebensbedrohliche Erkrankungen und Verletzungen oder Straftaten sowie polizeiliche Sachverhalte melden. Außerdem stehen dafür auch die rund um die Uhr besetzten Polizeiwachen in Altenhundem, Attendorn und Olpe bereit.
Die Notfall-Anlaufstellen sind rund um die Uhr besetzt und per Funk mit der Leitstelle verbunden. Meldungen können so schnell weitergegeben werden, auch ohne Strom.
Außerdem bekommen Sie an den Notfall-Anlaufstellen wichtige Informationen zur Lage.
Die Notfall-Anlaufstellen sind aber:
- keine Lebensmittelausgabe. Sie erhalten dort weder Getränke noch Essen.
- keine Aufenthaltsräume. Sie können sich dort nur für die Dauer des Notrufs aufhalten.
- keine Wärmestuben. Falls Ihre Kommune Wärmestuben einrichtet, finden Sie diese separat in der Übersicht.
Wichtige Gedanken zur Vorsorge
„Haben wir genug Essen und Getränke für einige Tage im Haus, wenn alle Läden geschlossen sind?“ „Was ist mit den Medikamenten für Opas Diabetes, wenn alle Apotheken geschlossen sind?“
Ein Stromausfall, ein Unwetter und viele andere Ursachen können den Alltag erheblich erschweren und Gewohnheiten wie den Wocheneinkauf unmöglich machen.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Vorsorge zu treffen, bevor eine Notsituation eintritt.
Denken Sie dabei nicht nur an sich selbst, sondern an alle Menschen, für die Sie verantwortlich sind: Kinder, pflegebedürftige Angehörige, aber auch an Ihre Tiere. Vergessen Sie auch Menschen in Ihrem Umfeld nicht, z.B. hilfsbedürftige Personen in Ihrer Nachbarschaft.
Leitfäden zur Vorsorge finden Sie z.B.:
- beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (auch auf Englisch, in Leichter Sprache und Gebärdensprache)
- beim Regionalverband Ruhr (auch auf Englisch, Arabisch, Türkisch, Russisch und in Leichter Sprache)
Dort sind einfache Schritte beschrieben, die jeder tun kann und jeder tun sollte.
Denn: Wenn im Katastrophenfall alle gleichzeitig nach Hilfe rufen, wird das System zusammenbrechen. Je besser jeder einzelne von uns sich selbst helfen kann, desto ruhiger bleibt die Lage und desto besser kommen alle durch.
Dankeschön
Dank gilt den internen und externen Mitarbeitenden im Krisenstab des Kreises sowie in den Stäben der Städte und Gemeinden für ihren großen Einsatz.
Dank gilt auch den unzähligen Ehrenamtlichen der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen DRK, Malteser, DLRG und THW, die im Notfall bereitstehen.
Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die einfache Vorsorgemaßnahmen treffen und Ruhe und Zuversicht bewahren. Damit tragen Sie entscheidend zur Sicherheit aller bei!