Unfallkommission sorgt für „Entschärfung“ von Unfallhäufungsstellen
Polizeistatistik belegt: Straßen im Kreis Olpe sind infolge der Maßnahmen sicherer geworden
Presseinfo Nr. 043/2026
Die Unfallkommission für den Kreis Olpe trat dieser Tage im Kreishaus zusammen. Aufgabe dieses Gremiums ist es, an Unfallhäufungsstellen zu prüfen, ob die Verkehrssicherheit mit gezielten Maßnahmen verbessert werden kann. In den vergangenen Jahren beschloss das Gremium nach solchen Prüfungen zahlreiche Schritte, um Unfälle nachhaltig zu reduzieren und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf Dauer zu erhöhen.
Unterschiedliche Maßnahmen
Diese Maßnahmen können Straßenmarkierungen, Beschilderungen oder das Zurückschneiden von sichtbehindernden Büschen sein. Aber auch bauliche Veränderungen am Fahrbahnbelag oder an der Straßenführung wurden bereits in der Unfallkommission befürwortet und daraufhin umgesetzt.
Die Zusammensetzung
Unter Federführung der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Olpe gehören der Unfallkommission Vertreterinnen und Vertreter der sieben kreisangehörigen Städte und Gemeinden, der Bezirksregierung Arnsberg, des Landesbetriebs Straßen NRW sowie der Kreispolizeibehörde Olpe und der Kreiswerke Olpe an.
Unfallhäufungsstellen von 2024 und 2025 im Fokus
Die Kommission untersuchte diesmal vordringlich die Unfallhäufungsstellen aus den Jahren 2024 und 2025. Gleichwohl richtete sich der Blick auch noch auf die Vorjahre, um eine Vorher-Nachher-Bewertung der durchgeführten Maßnahmen vorzunehmen.
Viel weniger oder gar keine Kollisionen mehr
Die polizeiliche Unfallstatistik für das Jahr 2025 belegt eindeutig, dass viele der Maßnahmen gegriffen haben, an den früheren Unfallhäufungsstellen ereigneten sich viel weniger oder gar keine Kollisionen mehr. Dies ist Ansporn für die Unfallkommission, weiterhin jede Möglichkeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu nutzen.
Hier ein Überblick über initiierte und umgesetzte Maßnahmen.
Schwerpunkte 2024:
- In Olpe an der Einmündung Bilsteiner Straße / Ziegeleistraße wurde zur besseren Wahrnehmbarkeit der Vorfahrtsregelung ein zusätzliches Verkehrszeichen installiert. Außerdem wurden die abgenutzten Fahrbahnmarkierungen erneuert.
- In Drolshagen (Kreisstraße 36, Benolper Straße / Gerberstraße) lag der Fokus auf der Verbesserung der Sichtverhältnisse und der Verdeutlichung der Verkehrsführung. Hierzu wurden ein Verkehrszeichen versetzt und die Markierung erneuert. Auch die Markierungen an einer nahegelegenen Fußgängerfurt wurden nachgezogen.
- An der Einmündung Bundesstraße 236 / Landesstraße 880 in Finnentrop wurde als Sofortmaßnahme ein Stoppschild mit Haltelinie auf der Fahrbahn angeordnet. Mittelfristig ist geplant, den Knotenpunkt im Jahr 2026 in einen Kreisverkehr umzubauen.
Schwerpunkte 2025:
- In Lütringhausen (B 54 / K 6) wurde eine separate Grünphase für Linksabbieger eingerichtet, um Konflikte mit dem Gegenverkehr zu vermeiden.
- Auf der L 711 wurden zwischen Neuenkleusheim und Kruberg auf dem Gebiet der Stadt Olpe sowie auf der L 697 zwischen Attendorn und Helden zusätzliche „Kurventafeln“ installiert, um den Straßenverlauf besser kenntlich zu machen.
- Bei Hohenhagen am Biggesee (L 512 / K 13 / Imbiss-Parkplatz) wurde die Verkehrssituation durch die Schließung einer Parkplatz-Zufahrt, ein zusätzliches Stoppschild an der Einmündung K 13 / L 512 sowie Rückschnitt des Bewuchses verbessert. Zudem wird mit Schildern auf querende Radfahrer besonders hingewiesen.
- In Gleierbrück wurde die Beschilderung an der Einmündung B 236 / L 928 ergänzt und eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt, um das tatsächliche Fahrverhalten zu analysieren.