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Geförderter Breitbandausbau im Kreis Olpe schreitet voran:
Vorläufige Bewilligung für Bundesförderprogramm „Graue Flecken“ liegt vor / Akquise-Phase für 4.080 Haushalte und 530 Unternehmen beginnt

Presseinfo Nr. 058/2026

 

Gute Nachrichten für den geförderten Glasfaserausbau: Der Kreis Olpe hat einen Förderantrag nach dem Bundesförderprogramm „graue Flecken RL 2.0“ gestellt und inzwischen die vorläufigen Bewilligungen von Bund und Land erhalten. Die endgültigen Förderbescheide stehen aktuell zwar noch aus, die sogenannte Akquise-Phase ist aber bereits angelaufen. Die Eigentümer der betroffenen Grundstücke können den Glasfaseranschluss kostenlos bestellen. Um das Verfahren zu unterstützen ist ein Infomobil der Deutschen Telekom in den Städten und Gemeinden des Kreises Olpe unterwegs.

Worum geht es im Detail?

Bereits im März 2023 ist die Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland“ (Gigabit-Richtlinie 2.0 des Bundes) in Kraft getreten. Diese Richtlinie bildet die Grundlage für die weitere Förderung des Glasfaserausbaus in Deutschland. Ziel dieser Förderung ist die Unterstützung eines effektiven und technologieneutralen Ausbaus zukunftsfähiger und konvergenter Gigabitnetze, die auch den künftigen Anforderungen der Gesellschaft gerecht werden. „Der persönliche Glasfaseranschluss bis ins Haus ist ein wesentlicher Bestandteil der digitalen Infrastruktur der Zukunft“, erklärt Melanie Oczipka, die Digitale Infrastrukturkoordinatorin des Kreises Olpe.

Förderfähig sind Gebiete, die derzeit über kein „Next-Generation-Netz“ (NGA-Netz) verfügen (sogenannte „Weiße Flecken“) oder Gebiete, die über ein NGA-Netz verfügen, das derzeit keine Datenrate von zuverlässig mindestens 200 Mbit/s symmetrisch bzw. 500 Mbit/s im Download zur Verfügung stellt (sog. „Graue Flecken“). Der Ausbau kann auch nur in Gebieten unterstützt werden, in denen ein privatwirtschaftlicher Ausbau nicht wirtschaftlich ist und ein „Marktversagen“ im Wege eines Markterkundungsverfahrens (MEV) festgestellt wird.

Wer führt den geplanten Ausbau durch?

In einer europaweiten Ausschreibung setzte sich die Telekom-Tochter GlasfaserPlus GmbH durch und wird den Ausbau in den Städten und Gemeinden des Kreises Olpe durchführen.

Wer ist „betroffen“?

„Betroffen“ von diesem Förderverfahren sind rund 4.080 Haushalte und 530 Unternehmen im Kreis Olpe, die in dem im Jahr 2023 durchgeführten MEV als förderfähig anerkannt wurden. Damit diese ans Gigabitnetz angeschlossen werden können, sollen mehr als 689 Kilometer Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt und 373 neue Netzverteiler aufgestellt werden.

Wie hoch ist das Fördervolumen?

Das vom Kreis Olpe beantragte Gesamtvolumen dieses Förderprogramms beläuft sich auf rund 28 Mio. Euro. Der vorläufige Förderbescheid sieht vor, dass der Bund das Projekt mit rund 14 Mio. Euro fördert und das Land Nordrhein-Westfalen rund 8,4 Mio. Euro dazugibt. Die beteiligten Städte und Gemeinden zahlen den Plänen zufolge einen Eigenanteil von insgesamt rund 5,6 Mio. Euro.

Wann geht es los?

Sobald die endgültigen Förderbescheide der Fördergeber vorliegen, kann mit dem Bau begonnen werden. Der Ausbau soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein. Zuvor können die betroffenen Haushalte bereits einen Anschluss buchen. In den kommenden Wochen werden jedenfalls alle betroffenen Eigentümer postalisch über die Bestellmöglichkeiten eines kostenlosen Glasfaseranschlusses informiert. Während der sogenannten Akquise-Phase ist der Glasfaseranschluss für Eigentümer kostenlos über diesen Link bestellbar: https://www.telekom.de/netz/glasfaser.

Darüber hinaus setzt die GlasfaserPlus GmbH einen Infobus in den Städten und Gemeinden ein, Informationen zur Verfügbarkeit und den Tarifen sind ferner in den Telekom-Shops erhältlich.  

Wo kann ich erkennen, wo der Ausbau angeboten wird?

Eine Übersicht zum Glasfaserausbau im Kreisgebiet ist auf dieser Website des Kreises Olpe zu finden: https://kreis-olpe.de/Wirtschaft-Kreisentwicklung/Breitbandversorgung/. In diesem Glasfaseratlas können die neuen Fördergebiete (in Braun dargestellt) sowie die bisherigen Glasfaserausbaugebiete (und Netzbetreiber) von Bürgerinnen und Bürger jederzeit eingesehen werden.

Glasfaser © pixabay
Glasfaser © pixabay

22.05.2026 

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