ABC-Übung mit rund 260 Einsatzkräften:
Zusammenarbeit vieler Organisationen wichtig
Presseinfo Nr. 132/2026
Das richtige Zusammenwirken im Ernstfall verlangt Training. Daher führte der Kreis Olpe am 17. Oktober 2026 an der Kalkwerkstraße in Fretter eine wichtige ABC-Übung durch - zusammen mit der Gemeinde Finnentrop, der Firma MAXAM Deutschland GmbH sowie zahlreichen Organisationen im Rettungsdienst sowie im Brand- und Bevölkerungsschutz.
Rund 260 Einsatzkräfte
Insgesamt nahmen ca. 260 Einsatzkräfte mit etwa 60 Fahrzeugen teil, zusätzlich gewährleisteten rund 60 Feuerwehrleute den sogenannten Grundschutz für den Fall eines realen Ernstfalls in der Gemeinde Finnentrop und der Stadt Lennestadt. Die Kalkwerkstraße und das nähere Umfeld glich einem Blaulichtmeer. Zugleich erhielten die interessierten Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die vielseitige technische Ausstattung der beteiligten Organisationen. Die Szenerie beeindruckte.
Wichtige Schritte in der Einsatzkooperation
Gemeinsam wollten die Hilfsorganisationen im Haupt- und im Ehrenamt unter dem Übungstitel „Rauch statt Knall“ wichtige Schritte in der Einsatzkooperation testen, einüben und ggf. verbessern.
„Die verschiedenen Einheiten haben sehr gut miteinander kooperiert. Gleichwohl zeigt uns eine solche Übung an unterschiedlichen Stellen Verbesserungspotenzial auf“, resümiert Brandamtmann Thomas Krippendorf vom Fachdienst „Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst“ des Kreises Olpe. Er hatte die Übung geplant, organisiert und wertet nun die Abläufe der Übung aus.
Beteiligt an der Übung waren:
- die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop sowie der Städte Attendorn und Lennestadt sowie mit ABC-Einheiten aus dem Kreis Olpe,
- der Rettungsdienst des Kreises Olpe,
- das Deutsche Rote Kreuz (Kreisverband Olpe),
- der Malteser Hilfsdienst (Stadtgliederung Olpe),
- das Technische Hilfswerk (Ortsverbände Attendorn, Lennestadt und Olpe)
- das Ordnungsamt der Gemeinde Finnentrop.
Übungsszenario:
Bei der Fa. MAXAM Deutschland GmbH in Fretter kommt es zu einem Brandereignis mit starker Rauchentwicklung. Der einzig verbliebene Mitarbeiter hat die Rauchentwicklung bei Verladearbeiten mit einem Gabelstapler festgestellt. Aufgrund des Ereignisses schreckt er auf, verreißt das Lenkrad und fährt in einen abgestellten Behälter, woraufhin Gefahrstoffe austreten.
Die Feuerwehr Finnentrop rückt zunächst von drei Standorten aus. Vor dem Eintreffen der ersten Kräfte gehen bei der Leitstelle weitere Notrufe ein, die eine sichtbare Rauchentwicklung am Objekt melden.
Deshalb werden weitere Kräfte der oben genannten Organisationen aus dem Rettungsdient sowie dem Brand- und Bevölkerungsschutz alarmiert. Zudem werden diverse Absperrpunkte auf Finnentroper und Lennestädter Gebiet besetzt. Ebenso erfolgt die Warnung der Bevölkerung von Warnfahrzeugen aus.
Bemerkenswertes Engagement:
Nach der Übung fand eine kurze Nachbesprechung mit Imbiss in der Schützenhalle in Fretter statt. Hier sprachen die Verantwortlichen der ABC-Übung ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten aus, die einmal mehr in Haupt- und Ehrenamt bemerkenswertes Engagement an den Tag legten - zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger.